Golf1G60.at - online since 2007

Wenn der Verkauf Deines Tuningprojekts näher rückt

 

Liebe auf Zeit - Wenn der Verkauf Deines Tuningprojekts näher rückt

Bekanntlich hält ja (fast) nichts ewig, und so kommt irgendwann der Punkt, an dem man sich von seinem geliebten Auto trennen muss. Egal, ob Dein Wagen zu unpraktisch geworden ist - Stichwort Familie -, oder ob das nächste Tuningprojekt schon ansteht: Neben viel Zeit und Herzblut ist auch meist eine Menge Geld in die Umbauten geflossen. Das willst Du natürlich beim Verkauf wiederhaben, aber stimmt der alte Käuferspruch “Tuning rechnet sich nicht”?


Was Du wo am besten verkaufst

Klare Antwort: Kommt drauf an. Und zwar darauf, was Du mit Deinem Wagen gemacht hast und welchen Käufer Du im Auge hast. Hast Du zum Beispiel einen dunklen A4 B6 dezent tiefergelegt, ein paar schicke 19-Zöller drauf und die Maschine moderat gechipt, geht der Audi locker als schneller Business-Gleiter durch und findet ‘ne Menge Interessenten. Anders sieht es aus, wenn Du beispielsweise einen Golf II zum Racer umgebaut hast. Innenraum entkernt, Recaros drin, kleines Momo-Lenkrad, Gewindefahrwerk und Frittentheke hinten drauf? Sieht hammergeil aus, macht unter Umständen aber Probleme beim Verkauf. Schließlich musst Du jemanden finden, der die Umbauten genauso heiß findet wie Du. Je spezieller Dein Projekt, desto kleiner wird der Käuferkreis. Um so ein Einzelstück noch zu einem ordentlichen Preis loszubekommen, inserierst Du am besten in typischen Foren und bringst reichlich Zeit und Geduld mit.
Für andere Projekte, die eine größere Käuferschicht ansprechen, kannst Du entweder zum Spezialisten für Autoankauf gehen - frei nach dem Motto "Wir kaufen dein Auto", oder ebenfalls Inserate schalten. Online-Börsen gibt es genug dafür, die Anzeige ins Internet stellen geht schnell. Aber die Interessenten koordinieren, Probefahrten vereinbaren und Preise verhandeln kann sich ganz schön hinziehen.

 

Beim nächsten Projekt: Planvoll tunen

Dein nächstes Projekt steht schon an? Dann bewahre neben dem heißen Herzen auch einen kühlen Kopf. Wenn Du Dich schlau anstellst, wird der Wagen ne echte Wertanlage statt eines Groschengrabs. Jedes Originalteil, dass Du durch Custom Parts ersetzt, solltest Du sauber und trocken lagern, egal ob ein Wide-Body-Umbau ansteht oder das ursprüngliche Fahrwerk raus soll. Bietest Du den Wagen irgendwann wieder zum Verkauf an, sind die Originalteile ein echter Bonus. Geile Farbe gewünscht? Investier am besten in eine Folierung - der Look wird genau so, wie Du es willst. Später vorm Verkauf einfach Folie runterziehen und der ursprüngliche Lack kommt zum Vorschein, glänzend und unzerkratzt. Dass Du alle Umbauten in den Fahrzeugpapieren eintragen lässt, ist selbstverständlich. Wenn Du zudem noch eine Historie pflegst, wann Du was am Wagen verändert hast, schaffst Du bei einem künftigen Käufer zusätzliches Vertrauen. Ein vollständiges Service-Heft wird übrigens auch bei Tuning-Autos gern gesehen.
Planst Du dann erneut den Verkauf, kannst Du immer noch entscheiden, ob Du Dein Projekt zum Teil zurückbaust, um mehr Interessenten anzulocken. Ein Wagen ohne krasse Rad-Reifen-Kombination sieht zwar eher gewöhnlich aus, allerdings vermuten viele Interessenten, dass solche Autos auch sehr sportlich bewegt wurden mit allen negativen Folgen für die Verschleißteile. Lass Dir für den Wagen ein frisches Pickerl geben, das wirkt oft Wunder beim Verkauf.
Auch wenn es weh tut, ein Projekt ist am Ende nur so viel wert, wie Dir ein Käufer dafür geben will. Tunst Du mit Köpfchen, schaffst Du sogar einen echten Wertzuwachs. Nur bei den berüchtigten Bastelbuden bleibt der Besitzer am Ende trotz teurer Einbauten auf seiner Investition sitzen.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren